GNOME 2.12 verwendet »ClearLooks« als neues Standard-Thema. Dadurch wird Ihr Desktop noch attraktiver, bleibt aber trotzdem einfach und ordentlich.
Die Dateiverwaltung »Nautilus« bietet in GNOME 2.12 verschiedene Verbesserungen der Benutzeroberfläche. Die bemerkenswerteste ist wohl, dass die Listenansicht nun Dateien in Verzeichnissen zeigt, wodurch es möglich ist zu einem Unterordner zu navigieren und ein neues Fenster nur falls notwendig zu öffnen. Weiterhin zeigt nun auch das Lesezeichen-Menü dieselben Orte an wie der Dateiauswahl-Dialog.
In GNOME 2.12 wird beim Ziehen von Text aus einer Anwendung in ein Verzeichnisfenster direkt ein Textdokument angelegt, sodass Sie Zeit sparen. Sie werden außerdem bemerken, dass GNOME nun eine Voransicht des Textes anzeigt anstatt eines Symbol.
Es gibt zusätzlich bedeutende Verbesserungen im Browser-Modus, die ihn dem Dateiauswahl-Dialog ähnlicher machen:
GNOMEs einfache Funktion zum Brennen von CDs kann nun sowohl Audio- als auch Daten-CDs brennen. Rechtsklicken Sie nach dem Einlegen einfach auf die CD.
GNOME speichert nun kopierte Daten, selbst wenn Sie das Quellfenster schließen. Dieses alte Problem wurde schlussendlich ohne die Leistungsverluste, die normalerweise mit einem Zwischenablagen-Daemon verbunden sind, gelöst, indem Anwendungen erlaubt wird, den Gebrauch dieser Funktion explizit anzufordern.
Das Panel, welches Sie üblicherweise am oberen und unteren Rand ihres Bildschirms sehen, erlaubt es Ihnen Anwendungen zu starten und verschiedene Aspekte ihrer Arbeitsumgebung zu kontrollieren. In GNOME 2.12 sind dank rotierbarer Menüs auch vertikale Panel möglich.
Anwendungen können nun ihren Namen in der Fensterliste aufblinken lassen um zu zeigen, dass sie bereit sind. Ein Instant-Messenger z.B. kann sein Symbol aufblinken lassen, wenn ein Freund eine Nachricht gesendet hat.
GNOMEs Video-Player »Totem« nutzt GNOMEs GStreamer-Multimedia-Framework. In GNOME 2.12 verfügt der Video-Player nun über eine Seitenleiste für die Abspielliste, anstatt eines extra Fensters und unterstützt DVD-Menüs und Untertitel.
GNOMEs CD-Ausleser extrahiert die Tonspur von CDs für späteres Abspielen auf Ihrem PC oder tragbaren Musikspieler. Nun kann man die Musikstücke auch vor dem Extrahieren abspielen. Die neuste Version ist dank Benutzung von GNOME-VFS auch in der Lage, Dateien auf Netzwerkserver und Wechseldatenträger zu extrahieren.
GNOMEs Webbrowser »Epiphany« basiert auf Mozilla und ist bereits vollständig in Ihre GNOME Desktop-Umgebung integriert.
GNOMEs integrierter E-Mail- und Groupware-Client »Evolution« unterstützt traditionelle Mail-Konten ebenso wie Novell Groupwise und Microsoft Exchange. Mit Evolution können Sie Mails lesen und schreiben sowie Ihre Kontakte und Termine verwalten.
In GNOME 2.12 bietet Evolution ein vereinfachtes Menü-Schema, eine verbesserte Leiste für Anhänge und erlaubt Inline-PGP-Verschlüsselung sowie PGP-Signaturen. Zusätzlich erlaubt der Kalender nun die Verwaltung Ihrer Anwesenheit bei Konferenzen.
Es werden nun Groupware-Proxy- und IMAP-Konten unterstützt. Außerdem wurden einige Kompatibilitätsprobleme für Personen, die auch Mozilla Thunderbird mit IMAP nutzen, gelöst.
GNOME hat nun ein neues »Über mich«-Panel, in welches Sie Ihre persönlichen Daten, wie z.B. Ihre Telefonnummern, Adressen, E-Mail-Adressen und Instant-Messenger-IDs eintragen können, anstatt sie in verschiedenen Anwendungen zu wiederholen. Zusätzlich können Sie Ihr Passwort hier ändern.
Die GNOME-Hilfsmittel verzeichnen einige Verbesserungen, wie z.B.:
GNOME 2.12 bietet einen neuen Dokumentbetrachter, bekannt als "Evince", welcher die vorher getrennten PDF- und .ps-Betrachter ersetzt. Er ist einfacher und bequemer und kommt mit einer nützlichen Suchfunktion, sowie der Fähigkeit mehrere Seiten auf einmal zu zeigen.
Der GNOME-Bildbetrachter kann durch Nutzung von ICC-Profilen nun Bilder mit Farbkorrektur anzeigen.
Yelp, GNOMEs Hilfebetrachter nutzt nun dieselbe Engine wie der Web-Browser Epiphany. Das Aussehen, das Gefühl, die Geschwindigkeit und die Stabilität Yelps wurden gewaltig verbessert.
Yelp bietet zusätzlich verbesserte Unterstüzung für lokalspezifische Formate, wodurch ermöglicht wird, Dokumentationen mit sprachenspezifischen Formationsregeln zu rendern. Dies bietet eine exzellente Ergänzung zum neuen Übersetzungssystem für Dokumentation, welches Übersetzern erlaubt Hilfe-Dokumente so einfach wie Anwendungen zu übersetzen.
Das GNOME-Such-Werkzeug zeigt nun Miniaturen der Bilder anstatt generierter Icons.
Die Spiele von GNOME bringen eine Portion Spaß auf Ihren Desktop. Das Minenspiel weist in GNOME 2.12 einige Verbesserungen auf. Z.B. gibt der erste Klick nun auf jeden Fall eine nützliche Anzahl von Zahlen frei, so dass blindes Klicken und Hoffen keine Mine zu treffen entfällt. Außerdem wird nun eine Explosionsgrafik gezeigt, wenn Sie eine Mine auslösen.
GNOME 2.12 bringt neue Features, die das Leben von Systemadministratoren sowie Benutzern, die ihre Computer selbst verwalten, erleichtern.
Als Teil der Arbeit zur Unterstützung der Sabayon-Nutzerprofil-Verwaltung liest und verfeinert GNOME beim Starten frühere Einstellungen. Neben kleinen Leistungssteigerungen führt dies dazu, dass GNOME 2.12 einfacher denn je zu administrieren ist. Dies gilt vor allem in Kombination mit Sabayon, welches, obwohl nicht offiziell Teil von GNOME, das Erzeugen von Nutzerprofilen für GNOME sehr einfach macht.
Das GNOME-Anwendungsmenü nutzt nun die Freedesktop-Menüspezifikationen, sodass Anwendungen ungeachtet der genutzten Desktop-Umgebung installiert werden können. GNOME 2.12 selbst bietet ein simples Werkzeug zum Bearbeiten des Menüs. Dank der an Standards angepassten Infrastruktur werden zusätzlich andere Werzeuge Dritter verfügbar.
Die Systemwerkzeuge erlauben sowohl die Konfiguration Ihrer Systemuhr und Netzwerkverbindung, als auch die Verwaltung der Nutzer und Gruppen auf Ihrem System. Zurzeit sind diese Systemwerkzeuge eher für einzelne Computer nützlich als für große Computernetzwerke.
GNOME 2.12 bietet ein neues Werkzeug zur Administration der Dienste, welches Ihnen erlaubt zu wählen, welche Dienste zusammen mit dem Computer gestartet werden sollen.
GNOMEs Systemprotokoll-Betrachter macht eine Nachforschung dadurch einfacher, dass er alle Mitschnitte in einem Fenster mit Reitern zeigt und das Durchsuchen der Logs mittels einem Kalender erlaubt. Der Navigator der neuen Version hilft außerdem beim Anzeigen archivierter Mitschnitte.
Die GNOME 2.12 Entwicklerplattform bietet eine stabile Basis für dritte Software-Entwickler sowie für den GNOME-Desktop selbst. Außerdem erleichtert sie die Entwicklung von Anwendungen für Unix und Windows, sowie die Nutzung wichtiger Standards für die Zusammenarbeit mit anderen Desktops.
GTK+ bietet bei GNOME 2.12 einige interessante, für den Anwender sichtbare Features, wie z.B.
Zusätzlich zu diesen Änderungen, welche alle GTK-basierten Anwendungen ohne Rekompilation nutzen können, wurden verschiedene neue APIs hinzugefügt, welche die Entwicklung noch einmal vereinfachen. Dazu zählen:
Sehen Sie auch die komplette Liste der neuen APIs in GTK+ 2.8 ein.
Die GTK+-Bibliothek ist bereits bei Entwicklern beliebt, die verschiedene Plattformen unterstützen müssen, einschließlich Microsoft Windows, Linux und Unix. Künstler z.B. können ihre Bilder mit GIMP und Inkscape sowohl unter Linux, als auch unter Windows bearbeiten.
Inzwischen können viele andere GNOME-Bibliotheken, einschließlich ORBit2, libgnome, libbonoboui, libgnomeui und gnome-vfs unter Microsoft Windows verwendet werden, wodurch Kompilieren und Verteilen von GNOME-Anwendungen auf dieser Plattform einfacher wird. Obwohl diese Unterstützung noch nicht komplett ist, mag sie für einige Anwendungen ausreichen. Eine vollständige Unterstützung ist bei der nächsten Veröffentlichung von GTK+ und GNOME zu erwarten.
GNOME arbeitet eng mit Gruppen wie freedesktop.org zusammen. Unterstützung von Standards bringt einen großen Vorteil für GNOME-Entwickler und -Nutzer und verbessert deren Erfahrungen, da GNOME, KDE und andere Anwendungen einfacher zuammenarbeiten können. Klaren Spezifikationen zu folgen hilft zusätzlich zu sichern, dass keine Nutzerdaten in proprietären Formaten gefangen sind.
GNOME-Entwickler arbeiten über Freedesktop.org mit anderen Mitgliedern der Freien Software-Gemeinschaft hart an der Entwicklung von Standards, die Interoperabilität gewährleisten. Die Standards beinhalten eine gemeinsame MIME-Datenbank, Symbol-Themen, zuletzt geöffnete Dateien, Menüs, Desktop-Eingaben, die Verwaltung von Vorschaubildern und die Benachrichtigungsfeld-Spezifikationen. Zusätzlich unterstützt GNOME CORBA, XML, Xdnd, EWMH, XEMBED, XSETTINGS und XSMP.
Dank der Mitglieder des weltweiten GNOME-Übersetzungsprojektes unter der Leitung von Christian Rose und Danilo Šegan bietet GNOME 2.12 Unterstützung für 43 Sprachen (wobei mindestens 80 Prozent aller Strings übersetzt sind).
Unterstützte Sprachen:
Zu bemerken ist noch, dass Gälisch, Estländisch, Indonesisch, Mazedonisch, Nepalesisch, Slovakisch, Vietnamesisch, Thailändisch und Xhosa in GNOME 2.12 dank der harten Arbeit ihrer Übersetzer zum ersten Mal unterstützt werden können. Außerdem werden nun auch britisches und kanadisches Englisch unterstützt.
Viele andere Sprachen werden teilweise unterstützt, wobei mehr als die Hälfte ihrer Strings übersetzt sind.
Für GNOME 2.12 gibt es eine Live-CD, welche auf gnome.org/projects/livecd/ verfügbar ist. Die LiveCD ermöglicht es Ihnen, den vollen GNOME-Desktop unter Linux auszuprobieren, ohne irgendetwas auf Ihrer Festplatte zu installieren. Dies ist der beste Weg, um zu sehen, was neu ist.
Für eine effektive Nutzung empfehlen wir offizielle Pakete zu installieren, wie die für Ihre Linux-Distribution. Verkäufer werden wohl relativ bald GNOME 2.12 paketieren und neue Versionen veröffentlichen, die GNOME 2.12 enthalten.
Wenn Sie mutig und geduldig sind und GNOME aus dem Quellcode kompilieren wollen um die aktuellsten Versionen zu testen und Rückmeldung und Verbesserungen anzubieten, empfehlen wir ein Kompilierwerkzeug wie z.B. das GARNOME-Dienstprogramm zum Kompilieren aus veröffentlichten Tarballs oder jhbuild zum Kompilieren aus CVS.
In jeder veröffentlichten Software gibt es Fehler, über die die Programmierer Bescheid wissen, aber wegen einer Vielzahl von Gründen entschieden haben, diese nicht zu korrigieren. Freie Software weist hierbei keinen Unterschied zu proprietären Software auf, außer, dass wir die Nutzer davon unterrichten.
Wir ermutigen unsere Nutzer zusätzlich Fehler zu melden, damit sie behoben werden können. Der beste Weg gefundene Fehler zu melden, ist den "einfachen Leitfaden für Fehler" zu nutzen. Er wird Sie durch die notwendigen Schritte führen, welche notwendig sind um einen qualitativ hochwertigen Fehlerbericht zu schreiben und sichert, dass dieser passend markiert ist. Wenn Sie bereits zu weit fortgeschritten sind, um etwas zu nutzen, was das Wort "einfach" enthält, so gibt es immer noch die traditionelle Fehler-Eingabemaske. Mehr Details zu bereits berichteten Fehlern gibt es auf Bugzilla. Unter den bekanntesten GNOME 2.12 Fehlern sind:
GNOME arbeitet mit einem zeitbasiertem Veröffentlichungsplan, ein Versuch die Bemühungen unserer Entwickler so kontinuierlich und schnell wie möglich an den Nutzer weiterzuleiten. Die folgenden Features befinden sich zurzeit in Arbeit und kommen vielleicht in die nächsten Veröffentlichungen.
Das Herzstück von GNOMEs Erfolg sind seine vielen Freiwilligen, sowohl Nutzer, als auch Entwickler.
Als Nutzer kann Ihr Beitrag so einfach sein, wie z.B. das Abschicken guter Fehlerberichte. Sie können Bugs bei unserem "Bugzilla" eintragen, indem Sie den einfachen Fehlerassistenten nutzen. Wenn Sie noch mehr beitragen möchten, können Sie unserer aktiven Fehler-Gruppe beitreten.
Entwickler können für großen Fortschritt in einer unserer aktiven Entwicklergruppen sorgen - Zugänglichkeit, Dokumentation, Nutzbarkeit, Übersetzung, Web, Testläufe, Grafik und Desktop & Plattform-Entwicklung. Hier gibt es eine Hilfe zum Starten.
Hilfe leisten bei GNOME kann eine unglaublich befriedigende Erfahrung sein, welche Ihnen erlaubt ein weites Feld an motivierten, qualifizierten und hilfsbereiten Leuten, die alle auf ein Ziel hinarbeiten zu treffen. Treten Sie uns noch heute bei und sehen Sie, was Sie für einen Unterschied machen können.